Projekt "Wir lesen"

Hechinger Grundschüler besuchen das Druckzentrum Neckar-Alb

Im Rahmen des Projekts „Wir lesen junior“ besuchten die Klassen 4a und 4b der Grundschule Hechingen das Druckzentrum Neckar-Alb in Reutlingen. Ermöglicht wurde der Besuch von der Hohenzollerischen Zeitung als Recherchemöglichkeit für die Schüler. Diese erhielten vor Ort einen Einblick, wie eine Zeitung entsteht und gedruckt wird. Im Anschluss durften die Schüler dann Artikel verfassen, die in der HZ veröffentlicht werden. Als langjähriger Partner und Förderer dieses wertvollen Projekts übernahm die Volksbank Hohenzollern-Balingen eG kurzerhand die Kosten für die Busfahrt.

Diesen Bericht haben die Schüler über den Besuch des Druckzentrums verfasst:

Die Klassen 4a und 4b der Grundschule Hechingen haben zusammen einen Ausflug nach Reutlingen und Tübingen gemacht. Angefangen hat das Ganze mit dem Treffpunkt an der Bushaltestelle in der Martinstraße. Als wir alle versammelt waren, sind wir gegen 8 Uhr mit einem Bus gestartet. Als erstes ging es nach Reutlingen in das Druckzentrum Neckar-Alb, wo auch die Hohenzollerische Zeitung jede Nacht gedruckt wird.

Dort angekommen, gingen wir in einen großen Vorraum. In diesem Raum empfing uns dann Rolf Steincke. Er begrüßte uns alle und machte eine gemeinsame Einführung. Er erklärte, wie man früher druckte. Steincke drückte uns eine 17 Kilogramm schwere Bleiplatte in die Hand und sagte: „Bis 1985 druckte man mit Hochdruck-Platten.“ Nun zeigte er uns eine Alu-Platte, wie sie bis heute noch benutzt wird. Anschließend spielte er für uns einen Informationsfilm ab. Danach ging er mit der Klasse 4b in die Produktion Solange durften wir vespern und spielen.

Als die Klasse 4b aus der Produktion kam, waren wir an der Reihe. Am Anfang führte uns Rolf Steincke zu den Papierrollen. In der Lagerhalle standen riesige Türme aus Papier. Er erzählte, dass die Papierrollen aus verschiedenen Ländern kämen, zum Beispiel aus Deutschland, der Schweiz, Belgien und Russland. Ein Zeitungspapier der Größe von einem Quadratmeter wiegt 45 Gramm, ein normales, wie wir zu Hause im Drucker haben, wiegt 80 Gramm. Das Druckzentrum hatte auch Papier, das 70 Gramm wog. Das benutzen sie für Prospekte vom Media-Markt. Rolf Steincke führte uns weiter in verschiedene Räume. In einem Raum standen große Kanister mit Farbe. Die Druckanlage braucht am Tag 150 Kilogramm Magenta, Cyan und Gelb. Von der schwarzen Farbe brauchen sie 200 Kilogramm. Neben den Kanistern waren auch noch Wasserbehälter. Er erläuterte: „Sie brauchen pro Stunde 13 515 Liter Wasser, 13 000 Liter zum Kühlen der Maschine und 515 Liter zum Befeuchten der Druckplatten.“

Wir liefen mit ihm ein Stockwerk höher. Da sah man einen Computer, auf dem stand: „13 000 Auflagen wurden gedruckt, 12 600 wurden an die Haushalte geliefert, 400 wurden weggeworfen.“ Dann war die Führung auch schon zu Ende. Wir hatten bei dieser Führung viel über das Drucken von Zeitungen erfahren.

Anschließend gingen wir aus der Produktion wieder in den Vorraum, schnappten uns unsere Rucksäcke und stiegen in den Bus. Nach gut 20 Minuten kamen wir in Tübingen an. Direkt neben dem Parkplatz war ein Spielplatz, wo wir eine halbe Stunde spielen durften. Anschließend gingen wir über die Neckarbrücke in die Innenstadt. Von dort aus rannten alle Schüler gleich zum Eiscafé und kauften sich ein Eis.

Als alle ein Eis hatten, gingen wir eine Treppe hinunter zu den Stocherkähnen. Dort empfing uns ein junge Student, der uns zu den Kähnen führte. Nachdem alle eingestiegen waren, fuhren wir los. In den letzten zehn Minuten der Fahrt regnete es gewaltig. Wir standen unter der Neckarbrücke unter. Nach dem Regen stocherten wir zurück zum Ufer.

Auf dem Weg zum Bus sahen wir noch, wie er mit dem Stocherkahn wieder wegfuhr. Am Bus angekommen fuhren wir eine dreiviertel Stunde wieder zurück nach Hechingen. Nach unserer Ankunft in der Martinstraße wurden alle abgeholt.

Durch die großzügige Spende der Volksbank Hohenzollern-Balingen, die das Zeitungsprojekt der HZ unterstützt, konnte dieser Ausflug fast kostenlos für uns stattfinden. Dafür möchten wir uns nochmals ganz, ganz herzlich bedanken.

Quelle: Hohenzollerische Zeitung, Bennet Weith | 21.07.2017