Hörschwag hat seinen eigenen Defibrillator

Volksbank Hohenzollern-Balingen eG spendet 2.500 Euro

Der Wunsch, auch in Hörschwag einen öffentlich zugänglichen Defibrillator zu besitzen, ist in Erfüllung gegangen. Das Gerät ist am Bürgerhaus stationiert und kann jetzt von jedermann problemlos eingesetzt werden. Was das Interesse bei der Übergabe zu Wochenbeginn betrifft, konnte es einem die Sprache verschlagen. Der Besucherandrang wollte gar nicht mehr abreißen, das Bürgerhaus war proppenvoll.

Allen voran begrüßte Ortsvorsteher Christian Heinzelmann die Vertreter der Volksbank Hohenzollern-Balingen, die den Kauf des Defibrillators ermöglicht hatte, Franz Steinhart und Thorsten Hellstern.

Peter Spallinger, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Burladingen-Ringingen, meinte, dies sei mittlerweile die zehnte Veranstaltung dieser Art im Stadtgebiet. Aber so eine große Zuhörerschar habe er noch nie erlebt. Nach einer Ansprache Franz Steinharts, der den Defibrillator angesichts dieses Interesses bei den Hörschwagern in guten Händen sah, übergaben er und Thorsten Hellstern symbolisch einen Scheck in Höhe von 2500 Euro.

DRK-Bereitschaftsarzt Peter Baur sprach über das Thema „Plötzlicher Herztod“. Wie er sagte, könne der plötzliche Herztod „jeden, zu jeder Zeit und an jedem Ort treffen“. Schnelle Hilfe bedeute dann aber auch Rettung. Durch sofortige Wiederbelebungsmaßnahmen in Form von Herzdruckmassage, Beatmung und mit einem elektrischen Schock des Defibrillators könne der Tod besiegt werden. Nach einem plötzlichen Kreislaufstillstand sei jede Minute kostbar,  dagegen verringere eine Minute Verspätung bei der Rettung die erfolgreiche Hilfe um etwa zehn Prozent.

Nach den Erklärungen hatten die Besucher die Möglichkeit, an Puppen den Einsatz des Defibrillators, die Herzdruckmassage und die Wiederbeatmung zu üben. An mehreren Stationen hatten die DRK-Mitglieder alle Hände voll zu tun, um die vielen Interessierten zu unterweisen. Dabei ging es ihnen vor allem auch darum, klar zu machen, wie einfach der Umgang mit dem Defibrillator ist.

Und auch die anschließenden Handgriffe sind einfach zu beherrschen. Falsch machen kann man beim plötzlichen Herztod beziehungsweise Kreislaufstillstand, wie bei allen Unfällen, nur eines: wegbleiben und nicht
helfen.

(Text: Hohenzollerische Zeitung, Eugen Leibold)